In den letzten Wochen hat sich das Wetter innerhalb Deutschlands merklich verbessert. Der Sonnenschein ist nicht mehr so sparsam wie wir es als Deutsche gewohnt sind und da freut man sich über jede Sonnenstunde die man genießen kann. Aufgrund des guten Wetters habe ich mir vorgenommen mit meinen Freunden und Kommilitonen eine kleine Grillparty zu veranstalten.
Nachdem dieser Plan erst einmal in meinem Kopf war ging es gleich ans telefonieren. Es hat nicht lange gedauert und wir hatten um die 25 Leute zusammen und der Termin stand auch fest, nächsten Samstagabend. Da nun die Rahmenbedingungen bekannt waren konnte ich mir Gedanken über das Grillen selbst machen. Ich wollte meinen Freunden was bieten und dementsprechend machte ich mich auf den Weg in einen Großmarkt um qualitativ hochwertiges Grillgut zu besorgen. Das ist natürlich als Student nicht selbstverständlich da bekanntermaßen die finanziellen Mittel meist sehr begrenzt sind. Ich dachte mir jedoch für so gute Freunde kann man mal die Reserven anbrechen und einen schönen Abend machen.
Auf dem Weg in den Großmarkt hatte ich schon einen groben Plan was ich kaufen wollte. Wie zu jedem guten Grillabend durften Würstchen nicht fehlen. Thüringer und Schinkenwürste sind meiner Meinung nach die Basis eines jeden guten Grillabends. Neben den Würstchen musste auch noch etwas Herzhafteres gekauft werden. Ich dachte mir ein paar Nackensteaks vom Schwein und ein paar Scheiben Rindersteak sollte die Mehrheit der Gäste glücklich stimmen. Dazu sollte es ein paar Schaschlik Spieße geben und natürlich für die Vegetarier ein Paar unterschiedliche Grillgemüse damit diese nicht mit knurrendem Magen nach Hause gehen müssen. Auf der Suche nach diesen Lebensmitteln habe ich noch ein paar Tofu Würste für die Vegetarier mitgenommen. Ich hoffte ebenfalls das diese für Freude bei den Fleischverweigerern sorgten. Nun war meine Liste komplett und ich machte mich auf den Weg nach Hause.
Die Tage vergingen und es war für mein Empfinden relativ schnell Samstag geworden. Am Samstagmorgen habe ich mich bereits mit meinem Kumpel getroffen um die Bänke aufzubauen und ein bisschen Dekoration anzubringen. Wie bei jeder guten Party musste es Musik geben. Dementsprechend haben wir auch eine Playlist am Computer zusammengestellt. Es sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein damit die Musikrichtung nicht nur zu monoton wird. Auch dies ging relativ leicht von der Hand und der Testlauf der Playlist war erfolgreich.
Gegen 15:00 Uhr kamen die ersten Gäste. Dies war zwar ein bisschen früh aber nicht so schlimm. Bis ungefähr 18:00 Uhr haben sich alle eingefunden und es wurde mit dem Grillen begonnen. Nachdem die Glut am Vorheizen war machte ich mich auf den Weg um die Musik anzuschalten und die Playlist zu laden. Dies lief auch einwandfrei bis nach ungefähr 10 Minuten die Musik weg war. Ich war überrascht als ich in meinem Zimmer ankam und sah, dass der PC ausgeschaltet war. Ich dachte mir nichts dabei und habe den PC erneut hochgefahren und die Playlist gestartet.
Nach nicht einmal 6 Minuten war der PC erneut runtergefahren. Ich schnappte mir einen IT-Studenten und hoffte, dass er mir bei meinem Problem helfen konnte. Als wir in meinem Zimmer waren kam ihm sofort die Idee, dass die Kerntemperatur des PCs, die core temp zu hoch gewesen sein könnte und der PC sich selbst ausgeschaltet hat. Mir war gar nicht bewusst, dass es die core temp gibt oder wofür die gut ist. Wir haben den PC erneut hochgefahren und schnell ein Programm installiert, dass die core temp überprüft. Schnell war klar das dies der Fehler war. Als Zwischenlösung haben wir die Seiten des Computergehäuses abmontiert damit mehr frische Luft den PC kühlt. Diese Notlösung hat auch den Abend zum Glück gehalten. In der Folgewoche habe ich mich auf den Weg zu einem Experten gemacht. Dieser hat mir dasselbe Problem bestätigt und es behoben. Ich hätte nie gedacht, dass der Sommer meinen PC so beeinflussen kann.