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Warum Unternehmen Vista derzeit meiden

Warum Unternehmen Vista derzeit meiden
Studien, die Windows Vista eine geringere TCO als dem Vorgänger XP bescheinigen, gibt es reichlich. Die Realität sieht in Unternehmen allerdings anders aus, denn die Migration auf Vista bleibt auf absehbare Zeit ein teurer Kraftakt ohne erkennbaren Mehrwert. Ob Unternehmen mit der Migration auf Windows Vista ihre TCO (Total Costs of Ownership) gegenüber den vorhandenen XP-Maschinen senken können, ist ein vieldiskutiertes Thema in der IT-Presse und diversen Studien.


Konstantin Mroncz, Geschäftsführer des auf Microsoft spezialisierten Schulungsinstituts train+consult, kann über den aktuellen Medienhype nur den Kopf schütteln: „Die Nachfrage nach Vista-Schulungen und Consulting ist minimal, kaum ein Unternehmen will derzeit umstellen", sagt er. „Das wird sich auf absehbare Zeit auch nicht ändern, denn es gibt wesentlich mehr Gründe, die gegen eine Migration sprechen als dafür."

Vista bremst vorhandene PCs aus

So kann man beispielsweise vorhandene PCs aufgrund von Hardware-Restriktionen praktisch nicht erfolgreich auf Vista umstellen. Typische Bürorechner, die ein bis zwei Jahre alt sind, haben noch eine Single-Core-CPU und weniger als zwei Gigabyte RAM. Das ressourcenhungrige Vista überfordert diese Maschinen, für die tägliche Arbeit wird die Geschwindigkeit inakzeptabel träge. Sollten die PCs schnell genug sein, ist die Migration dennoch nur in Ausnahmefällen wirtschaftlich sinnvoll. Zum einen muss zeitaufwendig für jede Komponente im Rechner geprüft werden, ob es überhaupt passende Vista-Treiber gibt. Zum anderen sind viele offizielle freigegebene Vista-Treiber de facto noch im Beta-Stadium. Bei der Installation läuft zwar alles glatt, aber im laufenden Betrieb können dann einzelne Geräte den Dienst verweigern. Fazit: Wer wirtschaftlich migrieren will, braucht neue Hardware.

Anwender und Applikationen sind noch nicht so weit

Die Produktivität einer Software hängt entscheidend davon ab, wie die Benutzer damit zurechtkommen. Unter diesem Aspekt ist die neue Oberfläche von Vista eher ein Spielzeug für technisch affine Geeks als für normale Bürobenutzer. Die Umstellung der Anwender auf die neue Benutzeroberfläche dauert sehr lange, da sie selbst grundlegende Aktionen wie beispielsweise die Navigation im Explorer komplett neu lernen müssen. Die Administratoren kämpfen - wenn auch auf einem anderen Level - mit ähnlichen Problemen. Um Vista effektiv zu verwalten, müssen sie sich erst zeitintensiv einarbeiten. Nachschulungen sind auch bei erfahrenen Fachkräften erforderlich, damit der Migrations- und Administrationsprozess nicht an fehlendem Wissen scheitert.

Die nächste Hürde ist die Kompatibilität von Vista zu vorhandenen Anwendungen. In homogenen Microsoft-Netzwerken wird das Thema wohl keine größere Rolle spielen, leider gibt es diese in der Realität kaum. Software von Drittanbietern ist beinahe überall anzutreffen, und diese Firmen haben die Entwicklung von Vista-kompatiblen Versionen oft noch nicht abgeschlossen.

Der Mythos vom Mehrwert

Microsoft wirbt zwar damit, dass der Desktop mit Vista viel besser zu verwalten sei, verschweigt aber, dass für XP inzwischen das Gleiche gilt. Der praktische Microsoft Desktop Optimization Pack ist nicht für Vista exklusiv, sondern auch für XP freigegeben. So bleibt unterm Strich nur ein theoretischer Sicherheitsgewinn, den Vista seinem Vorgänger voraus hat. In der Praxis sind die ständig aufpoppenden Warnhinweise sowohl für Administratoren als auch für Anwender allerdings so nervig, dass die Benutzerkontensteuerung oft einfach abgeschaltet wird. Und dann liegt XP auch in diesem Punkt wieder mit Vista gleichauf.

„Vista ist derzeit nur ein weit vorangeschrittenes Beta-Release. Es verursacht viel Arbeit und hohe Kosten, bietet aber in der Praxis für Unternehmen keinen Mehrwert gegenüber XP. Ob sich das mit Service Pack 1 bessern wird, steht in den Sternen, denn das wird frühestens im März 2008 erhältlich sein. Und dann sollte man genau prüfen, ob es nicht sinnvoller ist, auf den Vista-Nachfolger zu warten, denn der soll schon Ende 2009 kommen", kommentiert Konstantin Mroncz, Gründer von train+consult, die aktuelle Debatte.


DruckenDrucken | 18.09.2007, 14:28 | Jonny
   
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