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 Games / Ego-Shooter
        Ego-Shooter / Battlefield & Mods
               Aggressionen beim Spielen hervorgerufen?
Aggressionen beim Spielen hervorgerufen?

27.06.2007 11:13

Interviewerin


User

Anzahl Beiträge: 1
Mitglied seit: 27.06.2007, 11:12

Mein PC-System
Es wird ja sehr oft behauptet, dass solche "Ballerspiele" Aggressionen hervorrufen sollen. Habt ihr das bei euch schon festgestellt, nachdem ihr gespielt hattet oder kennt ihr Situationen, die ihr mit anderen Leuten schon erlebt hattet? Was ist eure Meinung zu der Behauptung?
User ist offline
 

27.06.2007 11:39

Jonny


User


Anzahl Beiträge: 1354
Mitglied seit: 06.08.2003, 19:08

Mein PC-System
Herzlich Willkommen bei Spielesuechtig.de!

Ersteinmal möchte ich mein Kommentar als Mitleiter der Homepage mitteilen, denn wir sind ja verwantwortlich für die bewusste Namensgebung. Ich finde es gut, dass auch mal solche Fragen kommen, denn in der heutigen Zeit, wo "Killerspiele" immer öfter in den Schlagzeilen auftauchen und für immer mehr Aufruhr sorgen, sollte man sich einmal mit der Materie beschäftigen.

Natürlich haben besonders wir als Redakteure uns extrem oft mit diesem Thema außeinandergesetzt. Fakt ist, dass wie alles im Leben, seine Vor- und Nachteile hat. Bei den sogenannten "Killerspielen" scheint es allerdings mehr Nach- wie Vorteile zu geben - sofern man natürlich den Medien vertrauen kann. Was allerdings sind sog. "Killerspiele" überhaupt?!

Die Definition ist im allgemeinen, menschenverachtende und unmenschliche Gewaltätigkeiten gegen Menschen auszuüben. Natürlich liegt klar auf der Hand, dass solche Spiele eine enorme Gewalt zeigen, indem der Spieler selbst bestimmen kann, welche Art von Gewalt er an seinem "Opfer" ausüben will. Doch klar ist auch, dass dies mit vielen anderen Faktoren wie Familie, private Erlebnisse, Schule, Arbeit und sonstigem zusammenhängt. Jedoch möchte ich gar nicht so tief dahingehen, sondern eher auf ihre Frage eingehen.

Also ich persönlich habe nun schon mehrjährige Erfahrung mit Ego-Shootern und spiele solche nunmehr schon seit mehr als 8 Jahren. Allgemein konnte ich (meinem Empfinden nach) nie eine übermäßige bzw. abnormale Gewaltbereitschaft oder Aggression feststellen. Natürlich ist man in den ersten Minuten nach mehreren Stunden Zocken eines Spiels (was so gut wie nie vorkommt und wenn, dann nur auf LANs) etwas aufgeregt, doch das legt sich schnell, wenn man sich mit Freunden unterhält oder sich wieder mit etwas anderem beschäftigt. Extreme Ego-Shooter Spiele wie Quake oder Unreal Tournament, die mehr auf Geschwindigkeit und das Töten ausgelegt sind, kann ich auch nicht länger als 20 Minuten spielen, da es dann schon zu sehr "anstrengt" bzw. ich schnell die Lust daran verliere, da man aufgrund der Geschwindigkeit nur begrenzt lang spielen kann - so zumindest bei mir.

Aggressionen selbst konnte ich noch nie selbst betrachten, außer dass sich eben jemand selbst beim Zocken über seinen Verlust aufregt, kurz schreit oder sonstiges und sich sofort wieder dem Spiel widmet. Früher habe ich mit meinem Bruder Mortal Kombat 4 auf dem Nintendo gespielt. Er war relativ schnell aufgeregt, wenn ich gewonnen hatte. Manchmal hatte man sich auch gegenseitig mal ne Faust auf die Schulter gegeben, aber mehr war das auch nicht - brüderlich eben.

Ansonsten kann ich zu der Behauptung nur sagen, dass es wie gesagt an vielen Faktoren liegt. Es kommt eben auf das Verhalten des jeweiligen Spielers an und wie er damit zurecht kommt, wenn er im "Virtuellen" verliert. Ich denke eher, dass die Spiele zum Aggressionsabbau dienen sollten, statt eher dem Aggressionsaufbau. Schlussendlich natürlich Ansichts- und Personensache.

Mit besten Grüßen
Jonny


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User ist offline
 

27.06.2007 13:48

DRF1976


User


Anzahl Beiträge: 18
Mitglied seit: 14.06.2007, 12:11

Mein PC-System
Auch von mir ein herzliches Willkomen!

Zu der Frage:
Viele Aussenstehende interpretieren in Ego-Shootern tatsächlich viel zu viel hinein. Klar, als Nichtspieler hat man/frau natürlich einen komplett anderen Zugang zu der Materie als jemand, der schon jahrelang diese Spiele spielt.
Es wirkt, und das kann man nicht abstreiten, erstmal befremdlich, wenn Menschen aller Alters- und Gesellschaftsschichten sich einem solch, scheinbar brutalem, Hobby widmen.
Wenn man sich aber die ganze Geschichte unter einem völlig anderen Aspekt zu Gemüte führt, nämlich unter dem Gesichtspunkt des Wettbewerbs, verlieren solche Ansicht relativ schnell an Substanz.Ich für meinen Teil habe da schon im näheren Bekanntenkreis fast epische Diskussionen geführt und den Leuten klar gemacht, daß es mir nicht um den Kick des "Tötens" geht, sondern um den Reiz, mich zu messen.
Will sagen, ich will wissen, ob ich besser bin als der "andere" und ob ich schlauer bin als die von den Programmierern installierte K.I.! Wenn man in einem guten Spiel, es muß garnicht mal ein Egoshooter sein, einen Sieg davon trägt, dann ist es eher ein gewisses Gefühl der "Überlegenheit" über den Gegner oder die K.I. und nicht, wie immer wieder spekuliert, "Blutdurst", das sich einstellt.Andererseits, so man denn verliert, stellt sich dann Frustration ein. Aber nicht gegen den Gegner, sondern vielmehr über die eigene "Unfähigkeit".

Zu Thema "Medien und die Präsentation des Themas darin":
Letztes jahr veranstaltete die Bundestagsfraktion der Partei "Die Grünen" einen Round-Table, bei dem verschiedenste Vertreter aller Mediensparten (Film, Fernsehen, Internet und Printmedien) anwesend waren. Im Laufe der Diskussion führte einer der Beteiligten ein sehr schönes Beispiel an, welches lautete:
"Stellen sie sich vor, ich nehme einen Mitschnitt einer ganz normalen Samstagnachmittag-Begegnung aus der Fußball-Bundesliga. Ich setze mich hin und schneide sämtlche körperlichen Kontakte, Rempeleien und alle harten Fouls hintereinander. Dabei lasse ich alle normalen Spielinhalte weg und schneide noch Szenen von den Zuschauern dazu, welche sich aufgewühlt zeigen. Diesen Zusammenschnitt zeige ich jemandem, der noch nie in einem Stadion war oder irgendwie mit Fußball in Berührung kam. Zu 99,9% wird dieser Mensch sagen: Fußball gehört verboten!! Das ist ja extrem brutal!!"

Soviel zu meinem "kleinen" Denkanstoß.

GRUSS
DRF1976


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User ist offline
 

29.06.2007 19:22

medion99


User


Anzahl Beiträge: 16
Mitglied seit: 16.08.2006, 22:21

Mein PC-System
Also ich könnte bei mir bis jetzt nie was feststellen. Ich selbst habe schon länger CSS gezockt und finde da kann man seine aggressionen eher abbauen als aufbauen.
User ist offline
 

30.06.2007 15:35

Scruffy


User

Anzahl Beiträge: 243
Mitglied seit: 13.05.2004, 21:20

Mein PC-System
Ich denke, dass kein Spiel egal welcher Art direkt Aggressionen hervorruft. Es kann mich unterhalten oder langweilen, ich kann mich als Gewinner oder Verlierer fühlen, anspannen, erschrecken oder ärgern. Aggressiv werde ich dann aber erst weil ich mich über das spiel ärgere da ich dauernd verliere. Das ist aber ganz stark von dem Charakter der Person und der Einstellung zum Spiel abhängig. Wer wegen so etwas aggressiv wird, der wird das dann nicht nur bei "Ballerspielen", sondern auch bei jedem anderen Spiel das diese Gefühle in ihm hervorruft und wahrscheinlich auch in der Realität. Ein Choleriker wird auch beim Fußballspielen aggressiv wenn ihm etwas nicht passt. Bei Computerspielen ist höchstens die Hemmschwelle niedriger, man tut eher Dinge die man sich von Angesicht zu Angesicht nicht so schnell traut. Wenn man allein spielt haut man schon mal eher auf den Tisch und durch die Anonymität des Internets "geschützt" beleidigt man andere im Chat.


Ich persönlich habe denke ich noch keine besonderen Aggressionen beim spielen von "Ballerspielen" aufgebaut. Ich ärgere mich höchstens mal über das Spiel (wenn da eine meiner Meinung nach unfaire Stelle ist) oder mich selbst (wenn ich die Stelle durch eigenes Verschulden mehrfach versaue), aber wenn man sich darüber aufregt wird man sowieso nur noch unkonzentrierter und es klappt garantiert nicht. Da kann man dann besser ausmachen und etwas anderes tun.
Allerdings bin ich auch eher ein ruhiger Typ, da gibt es schon Unterschiede und auch die Sichtweise auf das Spiel ist da wie schon gesagt wohl mit ausschlaggebend. Für mich (und eigentlich alle die ich kenne) ist das Spiel auch vornehmlich zur Unterhaltung da oder kann ganz im Gegenteil zum Aggressionsabbau nach einem schlechten Tag dienen. Wenn man das Spiel als Wettbewerb sieht (weil man (semi-)professionell spielt, ich spiele MP eigentlich nur im Coop) ist der Ärger da eventuell größer. Trotzdem ist dann wieder Ärger /= Aggression, das ist dann wie gesagt von der Person abhängig.
Die einzige Person die ich kenne die beim spielen Aggressionen aufbaut ist mein Bruder, er schlägt dann vor den Tisch oder wirft das Gamepad weg wenn etwas länger nicht so läuft wie er es sich vorstellt. Das interessante dabei ist, dass er keinerlei "Ballerspiele" spielt und daran auch gar kein Interesse hat, nur (Arcade-)Rennspiele und FIFA am PC und auf Konsole auch noch Jump'n'Runs. Danach wechselt er aber auch das Spiel oder macht ganz aus und damit ist das gegessen.

P.S.: Die erwähnten (Old-School-)Jump'n'Runs sind übrigens laut Umfrage im Bekanntenkreis auch eindeutig die schlimmsten Spiele
User ist offline
 

02.07.2007 20:16

wolfi


User

Anzahl Beiträge: 1204
Mitglied seit: 25.01.2007, 15:42

Mein PC-System
Wenn ich Aggressionen beim Spielen für mich so dev. tue.
Also ich motze manchmal schon tierisch meinen Monitor an und erfinde sogar neue Schimpfwörter.
Meine Süße lacht darüber schon gut ab ! Wenn er aber wieder aus ist, ist es vorbei und ich habe für ne gewisse Zeit die Altagssorgen vergessen.
Bin nach dem zocken entspannter als davor.

Gehe nicht los und mache Leute blöd an. Es ist ein Hobby, nicht mehr und nicht weniger.
Ein Hobby das ich brauche wie das Rauchen und Kaffee trinken. Es gehört voll und ganz meinem Altagsleben dazu.

Ich kenne auch niemanden dem es anders geht als mir.

Jeder der ein scharfes Küchenmesser hat ist ja auch nicht potentiell ein Amokläufer oder Serienkiller.
Aber wehe Du hast CS zu Hause liegen.

Zu der ganzen, sehr großen Thematik kann ich nur sagen " Armes Deutschland " ! ! ! und Frauen in Regierungskreisen, Beckstein als Ausnahme.
Blöde daher labern statt die wahren Gründe für irgendwas zu ergründen. Killerspielverbote, Indizierungen neue Gesetzte, irgendwann dürfen wir nicht mal mehr " Tom und Jerry " schauen.
User ist offline
 

02.07.2007 22:21

Fischeropoulos


User


Anzahl Beiträge: 5537
Mitglied seit: 08.07.2003, 19:29

Mein PC-System
Ich habe mich nur aufgeregt wenn mich meine Kollegen bei WoW im Stich gelassen haben, ansonsten war es eigentlich alles bestens.


__________________________________________________
Mit besten Grüßen
Gez.
Fischeroupolos

User ist offline
 

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