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Noctua NH-D14
1240 Gramm-Monster - das neue NonPlus-Ultra?!

Der österreichische Hersteller Noctua war schon immer bekannt für seine großen und vor allem auch teuren Kühler. Nicht zuletzt lag dies schon immer an den sehr guten Lüftern, welche zwar (im Vergleich zum Wettbewerb) relativ teuer sind, sich aber großer Beliebtheit erfreuen. Nun hat sich Noctua ein neues Denkmal gesetzt und nach dem erfolgreichen NH-U12, den uns vorliegenden NH-D14 präsentiert. Das Motto lautet wohl, je größer, desto besser. 140mm-Lüfter, zwei Kühlkörper und insgesamt 1240 Gramm Gewicht. Wir haben das Monstrum auf Herz und Nieren getestet und sagen euch, ob die technischen Daten auch praktisch so überzeugend sind.
 
Ausstattung
Ob man es nun groß zur Aussprache bringt oder nicht - Noctua ist wohl einer der Premium-Hersteller auf dem Hardware-Markt und vor allem im Lüfter- bzw. Kühlermarkt. Dies zeigt sich immer wieder an dem enorm großen Zubehörpacket, welches mitgeliefert wird. Da der Lüfter des NH-D14 auch einzeln verwendet werden könnte, ist auch dementsprechendes Befestigungsmaterial inbegriffen - normal bei Noctua, kaum denkbar bei anderen Herstellern. Auch die Möglichkeit, den Lüfter dauerhaft gedrosselt zu betreiben, stellt bei den Österreichern kein Problem dar. So werden zwei U.L.N.A. (Ultra Low Noise Adapter) Wiederstände mitgeliefert, wie auch ein Y-Kabel, um gleich beide Lüfter mit einer Drosselung zu bedienen. Natürlich darf es bei der Wärmeleitpaste auch nichts geringeres als das NT-H1 sein, welches im Einzelerwerb ganze 6 Euro kostet. Die gesamte Ausstattungsliste, wie auch Detailliste lautet wie folgt:


Spezifikationen:
  • Sockelkompatibilität: Intel LGA1366, LGA1156, LGA775 & AMD AM2, AM2+, AM3 (Backplate erforderlich)
  • Höhe x Breite x Tiefe (ohne Lüfter): 160 x 140 x 130 mm
  • Höhe x Breite x Tiefe (mit Lüfter): 160 x 140 x 158 mm
  • Gewicht (ohne Lüfter): 900 g
  • Gewicht (mit Lüfter): 1070/1240 Gramm (ein Lüfter/zwei Lüfter)
  • Material: Kupfer (Boden und Heat-Pipes), Aluminium (Kühlrippen), verlötet & vernickelt
  • Lüfter-Kompatibilität: 140x140x25 & 120x120x25mm

Lüfter-Spezifikationen:

  • Modell: Noctua NF-P14 & Noctua NF-P12
  • Lagertyp: SSO-Bearing
  • Umdrehungsgeschw. (+/-10%): 1200 / 1300 RPM
  • Umdrehungsgeschw. (gemessen): 1250 / 1340 RPM
  • Umdrehungsgeschw. mit U.L.N.A. (+/-10%): 900 / 900 RPM
  • Volumenstrom: 110,3 / 92,3 m³/h
  • Volumenstrom mit U.L.N.A.: 83,7 / 63,4 m³/h
  • Geräuschentwicklung: 19,6 / 19,8 dB(A)
  • Geräuschentwicklung mit U.L.N.A.: 13,2 / 12,6 dB(A)
  • Leistungsaufnahme: 1,2 / 1,08 W
  • Betriebsspannung: 12 V
  • MTBF: > 150.000 h
Lieferumfang:
  • 1x NF-P14 Premium Lüfter
  • 1x NF-P12 Premium Lüfter
  • 2x Ultra-Low-Noise Adapter (U.L.N.A.)
  • Y-Split Kabel
  • 4x Vibration-Compensators (für Verwendung des NF-P12 als Gehäuselüfter)
  • 4x Lüfterschrauben (für Verwendung des NF-P12 als Gehäuselüfter)
  • NT-H1 high-end Wärmeleitpaste
  • SecuFirm2 Montage-Kits
  • Noctua Metall Case-Badge


Dies sind erst einmal sehr viele Details, welche zum Teil auch verwirren können, Kenner werden sich aber freuen. Ein Merkmal hat uns aber bereits vor dem Test Sorgen gemacht: 1240 Gramm. Bereits vor 3-4 Jahren gab es die ersten Kühler, die die 1kg-Marke durchbrochen haben. Hitzige Diskussionen um die Stabilität eines Mainboards und deren Befestigungen wurden entfacht. Diese sind nicht ganz sinnlos, denn die Hebelwirkung eines CPU-Kühlers darf nicht vernachlässigt werden. Bei einer Höhe von 160mm empfehlen wir unbedingt, den Kühler beim Transport des Systems abzumontieren, oder zumindest mit kleinen Schnüren an der Gehäuse Oberseite zu befestigen. In Sachen Zubehör, Ausstattung und technischen Details ist wirklich kein Mangel anzusetzen. Selbst ein sehr wertiges Noctua-Present ist inbegriffen, nicht aber wie bei anderen Herstellern bestehend aus einem einfachen Sticker, sondern ein metallisches Logo mit Kleberücken - Das i-Tüpfelchen.


Installation
Die Installation des Kühlkörpers auf dem Mainboard hat sich auf unserem Asus Crosshair III Formula als oberes Mittelmaß herausgestellt. Klar, es war immer noch sehr leicht, aber man muss davon ausgehen, dass die Installation auf einem sehr einfachen Level betrachtet werden muss, um auch nicht-versierten Usern keine unlösbare Aufgabe zu stellen. Auf einem Intel-Board kann die Drehrichtung frei gewählt werden, bei AM2/3-Systemen leider nur in der vertikalen, also von rechts nach links ziehend. Die Verschraubungen für den Kühlkörper müssen zwischen den Kühlkörpern hindurch festgezogen werden. Dass diese hinterher dauerhaft über 1,2 kg halten müssen, kann man sich schwer vorstellen, doch bei unserem (Langzeit-)Test sind keinerlei Verschleißerscheinungen aufgetreten, denn auch ein Transport des Systems hat die Hardware ohne Blessuren überstanden.

Die Kompatibilität sollte natürlich vor dem Kauf eines solchen Kühlers unbedingt überprüft werden. Große Kühler dürfen sich dann nämlich nicht auf den Dimms befinden, da sonst der vordere Lüfter gänzlich ausfallen muss, auch wenn dieser in der Höhe verstellbar montiert werden kann, um auf minimale Höhenunterschiede bei den Arbeitsspeicher-Riegeln reagieren zu können.

Verarbeitung
Damit ein Kühler auch über mehrere Jahre stabil bleibt und entsprechende Einsätze auf LAN-Partys, als auch Umzüge überleben muss, ist die dementsprechend durchdachte Konstruktion sehr wichtig. Nicht zuletzt auch wegen den ständig schwankenden Temperaturen, welches das Produkt aushalten muss, ohne sich zu verziehen oder gar im Material nachzulassen. Nicht selten werden dabei Wärmeunterschiede von 0°C bis auf 60°C in kürzester Zeit. Der Boden des NH-D14 besteht komplett aus Kupfer und ist mit insgesamt sechs Heatpipes verbunden, welche ebenfalls aus Kupfer bestehen und sich von der Mitte ausgehend auf beide Höhen erstrecken - schade, dass sie vernickelt sind, sonst könnte man die schönen Kupferfarben behalten, aber dies ist eher Geschmackssache. Die Fins bestehen selbstverständlich aus Aluminium und sind auf alle sechs Heatpipes gesteckt.


Ihr Design weißt eine zackige, gewellte Form auf den Seiten auf, welche wohl der besseren Wärmeableitung dienen soll und natürlich der Optik. Die Oberfläche des Bodens ist sehr glatt gewellt und zeigt nur minimale Rillen. Daher sollte bei dem Noctua eher weniger Wärmeleitpaste verwendet werden, als sonst gewohnt. Beide Tower besitzen auf der Lüfter-Seite jeweils vier Gummieinlagen, um die Dämpfungen der Lüfter zusätzlich abzufangen. Befestigt werden Letztere mit minimalistischen Klammern, die auch ebenso stabil und einfach zu handhabend sind.



Test | DruckenDrucken | 14.04.2010, 00:00 | Jonny

  
Infoleiste

Hersteller
 Noctua
Vertrieb
 Noctua
Erscheinungstermin
 Im Handel
Preis ca.
 67,00 €
Kaufmöglichkeit
Kategorie/Genre
 Lüfter & Kühler


Tops & Flops
- Gigantische Kühlung
- Extrem leise
- Perfekte Verarbeitung
- Preis-/Leistungsverhältnis
- Viel Zubehör

Bewertungen
Ausstattung
100%
Installation
85%
Verarbeitung
90%
Kühlung/Lautstärke
100%
Preis/Leistung
90%
Gesamtwertung: 93%

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