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Razer Lachesis 4000dpi Gaming Mouse
Teures Spielgerät mit bissiger Schlange?

Razer hat im August 2007 die Razer Lachesis vorgestellt, welche bis heute den dpi-Rekord von 4000 hält. Dies ist zum einen natürlich extrem Vorteilhaft für Low-Sense Gamer und zum anderen durch die vielen Tasten, welche die Lachesis beherbergt, eine gute Ansteuerung im Game. Jedoch ist die Maus auch eine der derzeit teuersten und bringt nicht nur mit dem Preis ein paar Nachteile mit. Ob Sinn oder Unsinn der 4000dpi, stellen wir in unserem Test fest.


Lachesis - ein Wort, das einigen etwas anderes sagt, als eine Gaming-Mouse. Eigentlich ist der Begriff ein Wort für viele Mythologien. Lachesis war eine Tochter von Zeus und hatte eine lebensentscheidende Rolle als Göttin. Sie war nämlich die Schicksalsgöttin und bestimmte über die Länge eines menschlichen Lebens. Ebenso wurde allerdings auch die Buschmeister-Schlange benannt, an welche sich Razer eher wendet. Die "Lachesis muta" ist eine nachtaktive Schlange, welche in den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas heimisch ist. Sie ist sogar die größte Schlange aus der Familie der Vipern und somit schon sehr heimisch bei den ebenfalls nach einigen Schlangen benannten Mäusen in der Razerzone. Ausgesprochen wird der Name dabei nicht wie es geschrieben wird, sondern wie folgt: /'lak-Ó™-sÓ™s/



Ausstattung
Razer ist bekannt dafür, dass sie keine Schlange, ähm natürlich Maus, ohne Ausstattung in die Schlacht schickt. Hier sind Anleitungen, Sticker, Zertifizierungen und sonstiges natürlich die Pflicht. Die komplette Liste wie folgt:
  • Razer Lachesis Gaming Mouse
  • Quick Start Guide
  • Master Guide mit Software-CD
  • Razer Lachesis Flyer
  • Certificate of Authenticity
  • Zwei Razer Sticker
  • Razer Artikel Guide


Der gewöhnliche Gamer wird wenn überhaupt die Quick Start Guide zur Hand nehmen, so wie wir es getan haben. Jedoch stellt man schon nach sehr kurzer Zeit fest, dass das Master Guide gar nicht so sinnlos ist, da doch einige Sachen unklar sind, wie z.b. Die Tastenbelegung und auch dpi-Einstellungen. Natürlich ist auch die Verpackung sehr schwarz und aggressiv gehalten, um das schwarze bissige zurückhalten zu können. Leider bietet aber das "Bissige" keine Gewichtsänderungen, sondern lässt sich nur mit seinem Standardgewicht von 128 Gramm bewegen. Das Kabel ist hingegen mit ca. 210cm mehr als ausreichend bemessen und bot sich keinerlei Gewaltanwendungen, um es in die Kabelhalterung einzuklemmen. Die drei sehr guten Gleitfüße bekommen leider keinen Nachschub und können so nicht ausgewechselt werden.


An Tasten bietet das auf der Games Convention 2007 vorgestellte Highend-Produkt reichlich, nämlich neun an der Zahl. Aufzählbar sind dabei die zwei normalen Tasten für den Rechts- und Linksklick. Hinzu kommt der mittlere Tastendruck des Mausrades. Alle drei Tasten lassen sich sehr sanft und mit einem guten Gefühl drücken. Unter dem Mausrad befinden sich die zwei dpi-Tasten, welche den einstellbaren dpi-Stufen dienen. Auf beiden Seiten der maus befinden sich jeweils zwei Tasten, welche für das aktive Gaming sehr hilfreich sein können. Unter der Maus befindet sich auch noch eine versteckte Taste, welche sich als "Profile Button" auszeichnet und für das Wechseln zwischen den Profilen dient.


Klicken für größere Animationsansicht

Software
Razer liefert der Lachesis die Software Razer Lachesis Config mit. Mit diesem Programm ist es möglich, sämtliche Feintunings an der Maus vorzunehmen. Dazu zählen folgende Eigenschaften:
  • Einstellung der Sensibilität in X- und Y-Achse
  • Normale Windows-Maus-Einstellungen (Beschleunigung und Sensibilität)
  • Razer-Sensibilität
  • Scroll-Speed
  • On-The-Fly-Sensitivity
  • Doppel-Klick Geschwindigkeit
  • Bestimmung aller sieben Tasten und des Mausrads mit Funktionen
  • An-/Aus-Funktion für das Leuchten vom Razer-Logo und Mausrad
  • Profile Selector - verschiedene Profile für Benutzer und Spiele
  • Polling Rate
  • dpi-Switcher

Die Einstellungen sind sehr vielfältig und besonders gut fanden wir, dass jede dpi-Stufe vom Benutzer selbst ausgesucht werden kann. Dadurch kann blitzschnell während dem Zocken auf die vorher bestimmte dpi-Zahl umgeschaltet werden, um so z.B. bei der Sniper eine höhere Treffsicherheit zu gewährleisten. Natürlich funktioniert die Maus auch gänzlich ohne die Software, jedoch sind dann die Profile auf der Standardeinstellung und auch sonstige Umstellungen sind nicht verfügbar. Die Belegung der Seitentasten erfolgt sehr einfach. Die Daumentasten können ganz normal auf Windows-Taste 4 und 5 definiert werden, bei den Ringfingern steht jedoch keine große Auswahl mehr für eine Standardbelegung frei. Für spezielle Wünsche gibt es hier aber freien Lauf - fast alle Funktionen können definiert werden, ebenso auch Markofunktionen, sogar mit Zeitabständen für die aufeinanderfolgenden Tastendrücke. Razer hat hier wohl einige gute Mitarbeiter hinter der Software-Schmiede sitzen.

Präzision
Hier kann die neueste Kreation von Razer ihre volle Power ausspielen. Kein anderes Produkt auf dem Markt bietet derzeit eine solch hohe dpi-Genauigkeit von 4000. Natürlich wird sich der ein oder andere fragen, ob so etwas überhaupt sinnvoll ist und inwieweit das überhaupt genutzt werden kann. Einfach formuliert: Egal ob High- oder Low-Sense Gamer, für beide lohnt es sich. Der High-Sense Gamer (wie wir auch), stellt die dpi auf max. ein und die Windows-Sensibilität auf niedrig. Damit hat er jederzeit die Möglichkeit, bei langsameren Bedürfnissen per Tastendruck bis auf 125dpi herunterzustufen und so den Gegner mit der Sniper mehr als genau anpeilen kann. Für Low-Sense Gamer bietet sich natürlich die Möglichkeit, beispielsweise eine Standardeinstellung von 2000dpi zu nutzen, um dann bei schneller reagierenden Situationen (Einstieg in ein Panzer oder Hubschrauber) eine wendigere Maus zu haben. Natürlich hat man selbst dann immer noch genug Luft nach unten, um Sniperschüsse präzise zu platzieren. Doch nicht nur im Gamingbereich ist so etwas sinnvoll - bei der Bildbearbeitung schätzten wir die Funktion des schnellen Wechsels durch den dpi-Katalog extrem. So konnten wir jederzeit die Präzision erhöhen um z.B. genaue Pixel auf dem Bildschirm anzusteuern. Eine Funktion, die man nach Eingewöhnung auf keinen Fall mehr missen möchte.



Im Alltagsgebrauch gab es jedoch nicht nur Vorteile. Dies konnte die Maus sehr deutlich an ihrer Form zeigen. Da sie für Links- und Rechtshänder geeignet ist, mussten alle vier Seitentasten identisch angebracht werden. So sind zwar die zwei Daumentasten relativ leicht zu erreichen, die Ringfingertasten jedoch umso schwerer. Die linke und rechte Maustaste sind relativ leicht zu bedienen, erlauben auch ein Klicken mit angewinkelten Fingern und lassen ungewollte Doppelklicks durch einen guten Druckpunkt kaum zu. Die dpi-Tasten sind jeweils unter dem Mausrad übereinander angebracht und können sehr flott angesprochen werden.


Der 3G-Laser erfährt erstmals ein kleines Update auf der Lachesis, da dieser bislang über maximal 2000dpi verfügte. Ebenfalls wird auch komplett auf eine Lichtquelle verzichtet, womit die Maus gänzlich ohne irgendwelche Lichtshows beim Anheben der Maus auskommt. Sehr gut gelungen ist auch der verbesserte Lift-Off Abstand, da die Maus erst ab ca. 5mm über der Mausfläche auf Bewegungen reagiert. Nervige Mausverschiebungen beim Anheben bleiben dadurch aus und dem Zockerherz wird pure Präzision gewährleistet. Dies kann über das Mauskabel genauso gesagt werden. Mit ca. 210cm ist sie gut bemessen und lässt sich perfekt und ohne wider willen biegen. Überrascht hat uns auch das Gewicht des Kabels, denn aus vergangenen Tagen erinnert fühlten wir uns beim ersten Anblick darauf sehr erdrückt an den Gedanken, beim Zocken ein solch massigen Schlauch anzuheben. Beim Erstkontakt jedoch bot es genau das Gegenteil, was mit dem goldenen USB-Anschluss abgerundet wurde. Letzteres ist wohl eher ein Gimmick und soll auf die Qualität hinweisen, als dass es einen effektiven Nutzen hat.



Test | DruckenDrucken | 22.01.2008, 18:17 | Jonny

  
Infoleiste

Hersteller
 Razer
Vertrieb
 Razer
Erscheinungstermin
 Im Handel
Plattform
 PC
Preis ca.
 73,00 €
Kaufmöglichkeit
Kategorie/Genre
 Mäuse


Tops & Flops
- Konfigurationsvielfalt der Tasten
- Greifende Oberfläche
- Sehr präzise Technik
- Viele Softwaremöglichkeiten
- Gewöhnungsbedürftige Form
- Schlecht erreichbare Seitentasten

Bewertungen
Ausstattung
93%
Software
98%
Präzision
99%
Ergonomie
81%
Verarbeitung
96%
Preis/Leistung
85%
Gesamtwertung: 92%

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