Laser Mäuse drängen nun schon seit geraumer Zeit auf den Markt, und die optische Maus hat quasi ausgedient. Die Vorteile einer Lasermaus sind klar: höhere Abtastraten, bessere Oberflächenerkennung, mehr Präzision. Microsoft hat bereits 2005 die Gaming Laser Mouse 6000 vorgestellt, die mittlerweile für recht kleines Geld günstig zu erstehen ist. Wir nehmen für euch diese Budget-Maus mal unter die Lupe, und zeigen euch, ob man für relativ wenig Geld doch noch etwas brauchbares bekommt.
Technische Angaben des Herstellers:
- 2-stufig frei einstellbare Sensorauflösung, max 1000 dpi
- "Gamingschalter" mit 2 Profilen, jeweils bis zu 64 definierbaren Tastenfolgen.
- 5 programmierbare Tasten mit vielen Möglichkeiten.
- USB 2.0-Anschluss
- 1,8m langes Kabel
- 90 Gramm leicht
Ausstattung und InstallationWir haben uns die Bulk Version angeschaut, bei der lediglich die silbergraue Maus und die dafür benötigte Software enthalten ist. Die Installation der Software war kinderleicht, und beschränkte sich auf das Auswählen des Modells und wenige Klicks auf "Weiter". Ist das geschehen funktioniert die Gaming Laser Maus 6000 bereits wunderbar.
SoftwareDoch mit ein paar Einstellungen in der Software funktioniert sie noch besser! Die Microsoft IntelliPoint Software läst es zu, jede der 5 Tasten individuell zu belegen. Die auswählbaren Belegungen reichen vom normalen Klick zu Fenster maximieren, Markiertes kopieren, Doppelklick oder gar zum Starten von Programmen. Dies funktioniert bei ziemlich jeder Microsoft Maus, die die IntelliPoint Software verwendet, doch bei unserer Gamingmaus gibt es noch ein paar kleine Extras. So lässt sich eine der Tasten als Präzisionsregler belegen, der die Präzision auf einen in der Software frei wählbaren Wert herabsetzt. Die zweite Extrafunktion nennt sich "Gamingschalter". Unter diesem Punkt lassen sich in 2 Profilen bis zu 64stellige Tastenfolgen einspeichern und dann auf Knopfdruck abrufen. An sich kein Schlechtes Features, leider wird während der Eingabe nicht angezeigt ob die Tasten korrekt gedrückt wurden und alles in Ordnung ist. Ebenfalls wird nirgends angezeigt welches der beiden Profile gerade aktiv ist.
Ergonomie
Die Microsoft Gaming Laser Mouse 6000 liegt angenehm leicht in der Hand. Bei einer Breite von 7cm, einer Länge von 12 cm und einer maximalen Höhe von 4,5cm wiegt sie gerade einmal 90Gramm Das geringe Gewicht macht sie sehr reaktionsfähig und schnell. Das Mausrad läst sich gut bedienen und rastet beim drehen spürbar ein, was beim Waffenwählen in Shooter hilfreich ist, um nicht zu weit zu drehen. Die Maus ist sowohl für Links- als auch für Rechtshänder nutzbar, da sie Achsensymetrisch ist. Daraus ergibt sich aber auch das Problem daß die äußere Seitentaste etwas umständlich zu erreichen ist, weil sie so weit vorne ist. Ansonsten gibt es nichts zu bemängeln.
PräzisionMit nur 1000dpi liegt die Microsoft Gaming Laser Mouse 6000 mittlerweile nurnoch im unteren Mittelfeld, da moderne Gamingmäuse bereits über eine mehr als dreimal so hohe Abtastgenauigkeit verfügen. Nichtsdestotrotz erweist sich die Maus durchaus als brauchbar in Ego-Shootern. Die Reaktionszeit und Zielgenauigkeit reicht aus um auch mit einer non-High-End Maus an der Spitze der Score-Liste mitzuspielen. Persönliche Skills vorausgesetz. Wem die Maus beim Snipern zu schnell ist, der legt einfach den Präzisionsregler auf eine beliebige Taste, und kann die Sensitivität anschliessend beliebig festlegen.
FazitDie Microsoft Gaming Laser Mouse 6000 ist leider kein Top Spieler mehr, da die Abtastrate zu gering ist. Dafür schlägt sie sich sehr gut als Allrounder, und für einen
Preis von rund 30€ kann man mit ihr voll zufrieden sein. Die Präzision ist ausreichend für Ego-Shooter und für Officeanwender allemal. Wo andere Hersteller ihre Kunden mit bunten Menüs und Einstellungsmöglichkeiten erschlagen gibt sich die Microsoft Software schlicht aber zweckbezogen, und bietet genügend Einstellungsmöglichkeiten um die Maus auf die individuellen Bedürftnisse einzustellen. Ebenso kommt die Maus in keinem knallbunten Plastiklook, sondern gibt sich schlicht aber elegant in einem Metallicgrau. So wirkt sie nicht prozig oder verspielt, aber dennoch, oder gerade deswegen wirkt sie nicht billig. Für Gelegenheitsgamer und Normalzocker erweist sich die Maus als brauchbar, wer wirklich auf High-End besteht wird hier leider nicht fündig.