Overclocker befinden sich inzwischen immer mehr auf dem Markt. Jeder ist auf der Suche nach dem besten Speicher zum Auftakten und das möglichst günstig. Das "Corsair Twin2x2048-8500C5" ist ein Speicher, der besonders extremen Art und bestens geeignet für Overclocker. Da aber der Arbeitsspeichermarkt in letzter Zeit extrem an Kosten zugenommen hat, ist auch dieser Speicher nicht verschont geblieben und gehört nun zu der obersten Preisklasse. Wir haben für euch getestet, ob sich die 2x1024MB-Riegel auch noch in diesem Preisbereich lohnen oder nicht.
TimingsDa das Produkt über keine weiteren Features wie einen Lieferumfang verfügt, fangen wir gleich mit der Hardware selbst an. Bei diesem Corsair handelt es sich um den stärksten Speicher der "XMS2 DDR2 Twin2X"-Serie, welche nur paarweise verkauft wird, sprich im Dual Channel. Wie es der Name mit dem C5 bereits sagt, handelt es sich hierbei um einen C5 Speicher, der mit folgenden Timings standartmäßig betrieben wird:
- CAS#: 5
- RAS# to CAS#: 5
- RAS# Precharge: 5
- Tras: 15
- Command Rate: 2T
Das sind bereits beeindruckende Zahlen für einen DDR2-Speicher, der zum einen über 1024MB Speicher und zum anderen über eine Taktrate von 1066MHz verfügt. Solche Latenzen sind als normal in der DDR2-800 Ebene einzustufen, können in diesem Bereich jedoch als Highend angesehen werden. Im Betrieb haben diese Latenzen keine Probleme bereitet. Jedoch wurde von unserem Asus Crosshair-Mainboard eine Standartlatenz von 5-5-5-18 statt 5-5-5-15 ausgewählt, was aber problemlos manuell behoben werden kann.
Dies lag nicht an dem eingestelltem EDD-SPD, sondern an der Sockel AM2-CPU, welcher standartmäßig mit maximal DDR2-800 arbeiten kann. In diesem Bereich setzt der JEDEC-Standart mit den 5-5-5-18 Timings ein, wodurch sich ein Problem ausschließen lässt. Die explizite Spannung von 2,2V, welcher für den Betrieb auf einem solch hohen Takt mit den vorgegebenen Latenzen nötig ist, hat sich bei dem Takt von 800MHz auf normale 1,9V herabgesetzt, um unnötigen Belastungen auszuweichen. Die Garantie für diese Timings scheint seitens Corsair allerdings nur für Highend-DDR2 Mainboards gegeben zu sein, da sie nur in solchen auf ihre Funktion getestet wurden.
OverclockingHier kommen wir zum Bereich, wo der Twin2X2048-8500C5 sich austoben kann. Angefangen damit, dass die Speicher normalerweise auf 533 bzw. 1066MHz laufen, kommt aber schon das erste Problem mit den Athlon 64-Prozessoren, da es derzeit kein Mainboard gibt, das den Speicher über DDR2-800 laufen lassen kann - selbst unser Asus Crosshair mit dem nForce 590SLi nicht. Daher waren wir mehr oder weniger gezwungen, die CPU auf 2670MHz zu takten, um die nötigen 1066MHz zu bekommen - wir hätten natürlich auch den CPU-Verteiler runterstellen können. Da der Speicher aber auf eine noch höhere Eben sollte, haben wir das maximalste aus der CPU gekitzelt.
Nach langem Versuchen und Testen haben wir den Speicher auf einen Takt von 560 bzw. 1120MHz mit den normalen Latenzen von 5-5-5-15 2T bekommen. Dabei musste die Spannung nur um 0,1 auf 2,3V erhöht werden, höher haben wir den Takt aber trotz Volt-Erhöhung nicht bekommen, da ständig Systemabstürze folgten. Die Overclocking-Eigenschaften sind insoweit in Ordnung. Unseren Prozessor konnten wir auch ohne einen Verteiler auf weiterhin maximalen 2800MHz mit DDR2-1120MHz betreiben. Die Benchmarkwerte sind weiter unten sichtbar.
Die SLi-Zertifizierung konnten wir auf unserem Mainboard nutzen. Die Funktion bietet lediglich die Aktivierung eines Overclockings für die CPU, um die Speicher auf 1066MHz zu betreiben. Dabei muss nur die SLi-Ready Memory aktiviert werden, wonach sich dann ein neues Untermenü erschließt. Hier kann dann die CPU automatisch mit dem Speicher aufgetaktet werden.