PräzisionRoccat hat bewusst mit der Kova eine Maus auf den Markt gebracht, welche mit einem optischen Sensor ausgestattet ist. Dabei sind 3200DPI die absolute Grenze, was sich aber auch etwas im Lift-Point gezeigt hat. Gegenüber anderen Mäusen, welche zumeist eine Lift-Distanz von 2-4mm haben, nimmt der optische Sensor noch bei 6-7mm die Bewegung wahr. Die Genauigkeit allgemein ist aber gut ausgefallen, wir konnten während der Testphase keinerlei Maussprünge oder inaktive Momente feststellen. Feinfühlig und sehr gut einrastend ist das Mausrad, welches sehr breit geraten ist. Das komplett gummierte Rad scheint wohl die Antwort auf die vielen Fehler bei dem Mausrad der Kone zu sein, denn der Rastpunkt könnte besser nicht sein, ebenso auch das Gefühl für die Griffigkeit.

Die Gleitpads der Maus weisen auf allen Oberflächen eine mittelmäßige Gleitfähigkeit auf. Trotz Variation der Mousepads konnte die Kova ihre Gleitfähigkeit nicht verbessern. Standardmäßig auf dem Roccat Sota wies es allerdings die geringste Reibung auf.
ErgonomieHier müssen wir gestehen: Design trifft auf Hand, denn die Maus ist von der Größe unter dem Mittelmaß von dem, was wir sonst auf dem Tisch liegen haben. Die Form ist keinesfalls gleitend und passt sich nicht der Hand an - höchstens an der Handinnenseite. Grip gibt es dank der gummierten Flächen an der Seite genug, somit können die Finger trotzdem gut anpacken, um die Maus z.B. anzuheben. Die Erreichbarkeit der seitlichen Tasten ist durchaus gut gelungen. Die DPI-Schritte müssen während dem Gaming mit den zwei hinteren Seitentasten umgestellt werden, was zu einer längeren Reaktionszeit führt, als mit einem einzigen Klick oder Schiebebutton.
Gewichte sucht man bei der Roccat Kova vergebens. Dies muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, denn eine Minimalistische Maus bietet auch seine Vorteile. Mit 90 Gramm sollte das Gewicht für alle Gamer durchaus gut bemessen sein und seien wir mal ehrlich: Als die Logitech MX518 als das Maß aller Dinge war, hat auch keiner Gewichte an einer Maus gesucht. Weitere, überflüssige Buttons sind an der Maus auch nicht angebracht, was der Ergonomie wieder zugutekommt, denn so ist die Gefahr kleiner, aus Versehen an eine Taste zu kommen (wie wir es bei dem Ozone Smog erlebt haben). Zudem hat Roccat die Maus nach SDMS konzipiert, welches sich nach dem Minimalistischem am Tisch ordnet.
VerarbeitungZumeist vollgefüllt mit Technik, sind viele Mäuse störanfällig, wenn auch erst nach einer längeren Nutzungsdauer. Wir konnten während unserer Testphase keine Fehler an den Tasten, am Mausrad oder am Sensor feststellen. Die Kova arbeitet unserer Meinung nach schon gegen Fehler, indem sie komplett autark funktioniert und an jedem PC seine Funktionen beibehält. Dadurch ist sie nicht so störanfällig wie Software-Produkte, welche auf externe "Hilfe" angewiesen sind. Wir hätten uns trotz allem gerne eine Ummantelung am Mauskabel gewünscht, da dies meist eine längere Lebenszeit mit sich zieht, wie auch weniger anfällig für Kabelrisse ist.
FazitRoccat SDMS - nach diesem Motto wurde die Kova konzipiert und stellt ein komplett anderes Konzept auf die Beine, als es bei der Kone der Fall war. Dies zeigt sich in der komplett eigenständigen Konfiguration der Maus, ohne jegliche Software. Die Haptik der Maus wirkt überaus gut, die Verarbeitung lässt keine Mängel zu. Die seitlichen Gummiflächen sind überaus hilfreich für das Anheben der Maus, allerdings ist auch gerade hier der Knackpunkt. Der Lift-Point wurde gegenüber dem Standard etwas zu hoch gewählt. Weiterhin ist bei der Kova die Ergonomie dem Design erlegen, denn hier muss sich die Hand der Maus anpassen, wenn auch nicht allzu sehr. In Punkto Ausstattung kann die Maus durchaus einen Ausgleich für die 45 Euro bieten und gliedert sich so in die obere Preishälfte des Marktes. Wer eine Maus ohne viel Schnick-Schnack sucht, welche seine Gene im Gaming-Jargon nicht verloren hat, dem kann die Roccat Kova empfohlen werden.