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Hyundai W240D
24-Zöller mit vielen Funktionen für den Alltag

Hyundai IT hat sich ausschließlich auf die Produktion und Entwicklung von Monitoren spezialisiert. Ähnlich wie ViewSonic setzt man auch hier auf Produkte professioneller und normaler Ebene. 22-Zöller haben sich allmählich in so ziemlich jeden Bereich des PC-Einsatzes eingenistet und genießen beste Beliebtheit. Nicht zuletzt die niedrigen Preise machen aber auch größere Bildschirme attraktiv für den User. Wir haben uns für diesen Test den W240D mit einem TN-Panel vorgenommen, um die Vorzüge von einem großen Display mit einer Auflösung höher als Full-HD zu nutzen - hier kommt nur noch ein 30" mit mehr Auflösung in Frage. Wir haben getestet, wie sich der schwarz-weiße TFT im alltäglichen Gebrauch schlägt.


Ausstattung
Beim Auspacken kann man schon erspüren, wie sich 24" im Gewicht auswirken. Mit 9,9kg stellt man sich fast schon einen Koloss auf den Schreibtisch. In einer kleinen Kartonbox befinden sich sämtliche Ausstattungsmerkmale wie folgt:
  • Netzkabel
  • D-Sub-Kabel
  • DVI-Kabel
  • Audio-Kabel
  • Insallations-Kurzanleitung inkl. CD
  • Wischtuch


Da ein HDMI-Kabel relativ teuer in der Anschaffung ist, findet man hier, wie auch bei fast allen TFT-Bildschirmen kein HDMI-Kabel in der Ausstattung. Alle Kabel sind mit 1,5 Metern bemessen, wobei der Stromkabel mit zwei Metern besser bemessen wäre. Das Wischtuch hat durchaus einen Sinn, worauf wir allerdings später kommen. Folgende Anschlussmöglichkeiten können beim W240D genutzt werden:
  • 1x D-Sub 15-Pin
  • 1x Komponenten
  • 1x DVI-D 24-Pin HDCP
  • 1x HDMI HDCP


Demnach gibt es also (außer dem DisplayPort) keinen Anschluss, den man hier vermissen könnte. HDCP wird ebenso unterstützt, womit dem Full-HD Einsatz nichts im Wege steht. Das Gerät ist mit 579 x 455 x 240mm durchaus groß bemessen, jedoch 24"-typisch. Falls sich nicht genug Platz auf dem Schreibtisch findet, kann der Standfuß demontiert und stattdessen eine VESA-Halterung angebracht werden. Der für Windows Vista zertifizierte Bildschirm lässt sich in quasi alle Richtungen variieren. Leider befindet sich erst in der W241D-Variante, welcher weitaus professioneller mit einem
S-PVA-Panel ausgestattet ist, ein USB 2.0 Anschluss. Die Vorrichtung gibt es trotzdem bereits bei unserer Version.


Panel
Das Wichtigste an einem Display ist natürlich das verbaute Panel. Bei unserem Test haben wir zwei Geräte im Einsatz gehabt, das erste wurde aufgrund der Lautstärke in Form eines Fiepens zurückgeschickt, was bekannt ist bei Samsung-Panels. Die Funktionalität und die Farbwiedergabe des ersten Displays war weitaus besser, als die des zweiten. Letzterer hat nämlich allgemein einen grünen Stich, den wir durch langes Einstellen herabsetzen konnten. Schon im Vorfeld sprechen Kontrastwerte von 3000:1 und die Helligkeit von 500cd/m² für den W240D. Leider kommt aber nur Spaß bei direkter Blickrichtung von vorne auf. Sieht man von unten herein, ist ein Rotton sichtbar, von oben ein Grünton. Von den Seiten ist es TN-typisch wenig ausgeleuchtet bei Blickwinkeln von 170°/160°. Trotz allem können wir nicht sagen, dass das Display so schlecht ist, wie man es bereits beim Test der Kollegen von Prad.de lesen kann. Das Testdatum ist weit her, wodurch Hyundai anscheinend einiges dazugelernt hat.  Die Einstellungsmöglichkeiten für RGB-Farben beispielsweise waren damals nicht verfügbar. Bei unseren beiden Modellen konnten wir alle Bereiche der RGB-Farben einstellen, um so zu einem guten Kontrastwert zu kommen. Wäre die Farbvariante sRGB vorhanden, könnte man die gesamte Einstellung auch fallen lassen.



Die nachfolgenden Bilder zeigen die Farbdarstellung bei Standard, Rot und Blau - alle anderen Bilder sind bei manueller Einstellung abgelichtet


Der dynamische Kontrast ist zwar ein nettes Feature, allerdings sind die Helligkeitsveränderungen verwirrend und störend zugleich. Bei dunklen Hintergründen wird die Helligkeit automatisch herabgesetzt, bei hellen Hintergründen genau anders herum. Dies bewirkt eine hohe Blendung, vor allem nachts, wodurch kein langes Arbeiten/Spielen möglich ist. Wir haben daher unser eigenes Profil erstellt und als Referenz den W241D mit dem S-PVA Panel benutzt. Nach einigen Versuchen erreichten wir annähernd die Bildqualität des S-PVA Panels. Für den Bildschirm spricht jedoch ganz klar die Reaktionszeit von 4 Millisekunden, was man sogar deutlich beim Surfen sehen kann. Das Scrollen fällt weitaus geschmeidiger aus und auch in Filmen und Games kommt die Reaktionszeit zugute. Mit der Funktion RTC kann man nochmals die Geschwindigkeit anheben - wir konnten jedoch keinen Unterschied feststellen.


Die Auflösung von 1920x1200 Pixel, welche mit 120 Pixeln in der Höhe mehr Bildfläche darstellt, als Full-HD, bringt insbesondere beim Surfen enorme Vorteile an den Tag. Seltener Scrollen, länger auf den Bildschirm schauen und vor allem längeres lesen ist damit kein Problem, denn nur noch 30-Zöller haben mit 1600 Pixel mehr Bildfläche zur Verfügung. Ebenso beim Gaming kann gesagt werden, dass vertikal mehr Bildfläche zur Darstellung der Welt bereit steht, was durchaus seine Vorteile hat. Das horizontale Quetschen, was aktuell der Trend mit 16:9 Bildschirmen ist, bleibt hier aus. Aufgefallen ist uns auch, dass bei beiden Bildschirmen keinerlei Pixelfehler auftraten und das gar bei längerer Nutzungszeit - das konnte der eigentlich bessere W241D nicht von sich behaupten, da sich ein Pixelfehler bereits nach einer Woche aufgezeigt hat.


Kommen wir zu der Pivot- und Neige- wie auch Drehfunktion: Der Hyundai W240D lässt sich um -2,5° nach vorne und 27,5° nach hinten neigen und hat somit ein Gesamtsprektum von 30° für die Neigefunktion. Dies reicht für den alltäglichen Gebrauch am PC-Tisch auf jeden Fall aus. Allgemein sollte der Bildschirm aber trotz Neigefunktionen möglichst senkrecht zum Benutzer stehen, um eine perfekte Ausleuchtung zum einen und eine schmerzfreie Nutzung am PC zu gewährleisten. Mit 60° insgesamt, also jeweils 30° nach links und rechts, bleibt die Drehfunktion auch sehr flexibel und somit befriedigend. Andere Hersteller können teilweise mit Winkeln von bis zu 360° glänzen, was vor allem bei Büro- und Filmeinsätzen Sinn macht. Die Pivotfunktion ist gänzlich Standard, sprich um 90° nach rechts, so dass der Bildschirm mit der kompletten Fläche senkrecht steht. Die enorme Fläche, welche sich daraus ergibt wirkt sehr imposant, wird jedoch etwas durch die schlechte Ausleuchtung gebremst.



Test | DruckenDrucken | 15.04.2009, 20:00 | Ferdi Arman

  
Infoleiste

Hersteller
Vertrieb
Erscheinungstermin
 Im Handel
Preis ca.
 315,00 €
Kaufmöglichkeit
Kategorie/Genre
 Monitore & Displays


Tops & Flops
- Schickes Design
- Anschlussmöglichkeiten
- Beweglichkeit
- Schnelle Reaktionszeit
-Stabiles Gehäuse
- Umfangreiches Menü
- Bedienung
- Farbwiedergabe
- Wackeliger Standfuß

Bewertungen
Ausstattung
95%
Panel
80%
Bedienung
70%
Design
90%
Verarbeitung
95%
Preis/Leistung
86%
Gesamtwertung: 86%

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