SoundMusik ist in Enemy Territory: Quake Wars keine vorhanden, wie in den meisten Multiplayershootern üblich. Lediglich die Soundeffekte sorgen für Stimmung. Eigentlich hört sich alles so an, wie es klingen soll, doch wie auch schon bei den Effekten, wirklich phantastisch sind sie nicht. Dennoch fühlt man sich wie auf einem futuristischen Kriegsschauplatz, wenn es überall um euch herum Rumst, Raketen einschlagen und die Lautsprecher dröhnen. Der Sound passt zum Geschehen. Seit dem neuesten Patch auf Version 1.02 Ist VoIP im Game integriert, vorher konnte man sich über ein Sprachmenü verständigen, in dem so zielmich jedes jemals im Spiel benötigte Kommando als Sprachausgabe vorhanden ist. Was aber mit der Zeit ziemlich nervig wird, sind die Radio-Kommandos die den Stand der aktuellen Mission angeben. Je nach Partei brüllt ein aufgebrachter Erdenkommandeur oder ein grimmiger Strogg in eure Ohren. Das mag die ersten paar Minuten noch zur Atmosphäre beitragen, aber bei längeren Matches geht es etwas auf den Geist. Sonst gibt es keine nennenswerten Kritikpunkte.
Bugs, Features, SonstigesEnemy Territory: Quake Wars kam uns weitestgehend bugfrei vor. Im Spiel selbst konnten wir keinen ausmachen, und auch Abstürze oder Grafikfehler waren nicht auszumachen. Eine gute Leistung, wenn man bedenkt das manch andere Spiele von Beginn an pausenlos gefixt werden. Seit Patch 1.02 ist auch Voice over IP ins Spiel integriert und die Teamkoordination wird somit erleichert. Außerhalb des Spieles viel uns das mangelhafte Handbuch auf. Dieses ist deutlich zu knapp geraten, da nicht alle Funktionen und Klassen erklärt werden. Beispielsweise zum Spawnhost der Strogg wurde kein Wort verloren. Auch einige andere Spielaspekte könnten besser erklärt werden.
FazitMit Enemy Territory: Quake Wars findet eine Fussion zweier Genres statt. Einerseits fliessen die Elemente eines Teambasierenden Shooters ins Spiel, andererseits kommen auch einige Dinge des Actionshooters Quake zur Geltung. Jedoch ist hiervon relativ klar Quake 2 oder 4 betroffen, da sich das Spiel in Thema Tempo nicht mal annähernd auf dem Niveau eines Quake 3 bewegt. Jedoch spielt sich Quake Wars immernoch weitaus schneller als beispielsweise ein Titel der Battlefield Reihe. In Sachen Team lässt das Spiel leider meist auch zu wünschen übrig, da man ohne Freunde auf dem Server eher für sich alleine Kämpft. Das heißt keineswegs dass man alleine in den Kampf zieht, aber eine klare Strategie ist nur selten erkennbar. Man kann sich zwar zu Squads zusammenschließen, diese Funktion wird aber so gut wie nie genutzt. Die Anzahl der Karten ist mit 12 recht überschaubar, und wenn man etwas länger gespielt hat kennt man die Karten so gut wie auswendig. Das ist einerseits schade, da es fortan an Abwechslung mangelt, andererseits kann man sich so eine Taktik überlegen, und strategisch wichtige Punkte gezielt verteidigen oder Angreifen. Mag man eher gemächlichere Ballerei, zumindest im Vergleich zu Quake, und legt nicht soviel Wert auf den Teamaspekt, dann ist man mit Quake Wars gut beraten. Uns jedenfalls hat das Spiel einige Stunden Spaß bereitet, und wir vergeben mit gutem Gewissen den Silberaward.
