Funktionalität
Die meisten Käufer dieses Gehäuses werden als ausschlaggebenden Kaufgrund wohl die NAS-Funktion in Betracht ziehen, auch wenn dem Einsatz im USB-Modus nichts entgegensteht. Der interne Controller hat eine volumenunabhängige Festplattenkapazität, d.h. es könnten auch locker 1000GB und größere Festplatten verbaut werden. Wir hatten in unserem Test eine Samsung HD501LJ mit 500GB im Einsatz. Auch dem Einsatz von mehreren NSU2-Gehäusen in einem Netzwerk steht derweilen nichts im Wege. Einzig die Benennung der NAS-Geräte muss richtig erfolgen, z.B. storage1, storage2, storage3 usw.
Bei unserem Geschwindigkeitstest konnte eine Leistungsmessung Klarheit verschaffen: über USB 2.0 mit einer durchschnittlichen Lesegeschwindigkeit von 33,7MB/s sehr überzeugend. Eine Schreibgeschwindigkeit konnten wir per TotalCommander mit ca. 18,6MB/s beziffern. Die durchschnittliche Zugriffszeit beträgt 14,2ms und befindet ebenfalls im oberen Durchschnitt. In der Netzwerkgeschwindigkeit liegt jedoch die enorme Stärke. Mit einer Download-Geschwindigkeit von ca. 9,8MB/s sind wir gar nicht so weit von den theoretisch möglichen 12,5MB/s im Netzwerk von 100MBit/s entfernt. Auch der Upload-Speed kann sich mit ca. 8,5MB/s sehen lassen. Dies sind erstmals Fortschritte in den 10MB/s-Bereich, denn hier lag bislang der Flaschenhals vieler externer Gehäuse - Fantec hat die Probleme also mit einem sehr guten Controller genial gelöst.
Um im Netzwerk auf den Controller zuzugreifen, muss lediglich "//storage" im Browser eingegeben werden und schon erscheint das Anmeldefenster. Nach dem Einloggen kann das Gerät über die Weboberfläche eingerichtet werden. Der Zugriff auf die freigegebenen Ordner erfolgt entweder über die Netzwerkumgebung oder “ \\storage „ im Browser (anstelle von storage kann auch die IP-Adresse verwendet werden). Falls Rechte zugeteilt sind, müssen die nötigen Daten in Form von Name und Passwort natürlich ebenso eingegeben werden. Um die Flexibilität zu komplettieren, kann man die Festplatte auch als FTP-Server für das Internet freigeben. Neben dem FTP-Account selbst sollte auch die Firewall und der Router auf den Port-Verkehr konfiguriert sein. Ist die Internet-IP bekannt, kann problemlos per Internet Zugriff auf das externe Gehäuse gewährt werden.
Um auch noch der Umwelt etwas Gutes zu tun, bietet die Fantec-Software eine Standby-Funktion an. Dem Controller ist es nämlich möglich, einen automatischen Befehl an die Festplatte zu geben und diese abzuschalten. Dadurch wird ein unnötiger Betrieb der HDD im nichtgebrauchten Zustand verhindert um Abnutzung seitens der Festplatte zu vermindern.
Dämmung/WärmeOft sind Festplatten so laut, dass sie ein normales PC-Gehäuse benötigen, um die Lautstärke abzudämmen oder die Vibrationen nicht hörbar zu machen. Dieselbe Anforderung gilt für die Externen Gehäuse ebenso, wobei diese jedoch mit einem viel kleineren Format dasselbe zu meistern versuchen. Das Fantec-Gehäuse ist in dieser Klasse ebenso wie seine Vorgänger gut. Die dicke Aluminium-Schicht dämmt und kühlt in gutem Maß. Allerdings auch nur in gutem Maß, denn bei Ladevorgängen und vor allem beim Spinup waren deutliche Geräusche zu hören. Ladegeräusche kann es jedoch sehr gut unterdrücken. Für den Einsatz im Desktop-Bereich reicht es somit allemal, denn meist übertönt sowieso der PC das Gehäuse, wie es bei uns der Fall war.
Bei den Temperaturen konnten wir leider keine Messungen durchführen. Weder mit SpeedFan, noch mit SiSandra, noch mit HD Health waren die Temperaturen ablesbar. Es liegt wohl am USB-Modus, dass die S.M.A.R.T.-Funktion nicht übertragen werden konnte. Dennoch konnte kein sehr großer Unterschied auf der Festplatte im Vergleich zur Aluminiumplatte nach dem Ausbau festgestellt werden. Dies deutet nicht nur darauf hin, dass die Lösung seitens Fantec gut durchdacht ist, sondern dass auch eine gute Abwärme durch die gesamte Gehäusebauweise komplett passiv stattfindet.
FazitDas neue Fantec LD-H35NSU2 SATA NAS als Nachfolger des LD-H35NU2 (IDE) ist ein gelungenes Produkt. Das externe Festplattengehäuse wird mit einer sehr einfachen Installation der Festplatte selbst Anfängern keine Probleme bereiten. Auch nach der Inbetriebnahme sind seitens der Datenübertragungsgeschwindigkeit sehr gute Werte zu verzeichnen. Wenn es auch mal etwas längere Ladezeiten und Datengrößen sein sollten, hält Fantec die Festplatte stets in guten Temperaturenbereichen und gewährleistet einen angenehmen Betrieb mit einer guten Lautstärkedämmung von innen heraus.
Nachteile gibt es jedoch bei dem etwas umständlichen Menü. Es bedarf einer gewissen Eingewöhnung, bis eine komplette Konfiguration stattfinden kann. Wir hatten anfangs doch das Problem, zwischen den verschiedenen Konfigurationspunkten das Richtige zu treffen, wobei das Handbuch aber Abhilfe schaffte. Zwar nicht ganz so wichtig, doch auch nervig für den Kleinlichen: Festplattenkratzer konnten wir aufgrund der Aluminiumplatte kaum vermeiden. Diese sind jedoch so klein, dass keine weitere Nennung wichtig ist. Wer sich die ganzen Vorteile durch den Kopf gehen lässt und Richtung Bezahlung gehen möchte, muss nur noch die letzte kleine Hürde meistern. Externe NAS-Festplattengehäuse sind nämlich nicht die billigsten Gehäuse, dafür bieten Sie auch weit mehr als normale USB Geräte. In dieser Geräteklasse liegt das Fantec LD-H35NSU2 SATA NAS jedoch im guten Mittelfeld für ca. 75-90€. Auch diesmal ist Quantität wirklich gleich Qualität, denn wie in der Vergangenheit konnte Fantec auch diesmal mit einem fast kompromisslosen Gehäuse überzeugen.
Für einen großen Fortschritt in der Datenübertragung
im Netzwerkbetrieb erhält das "Fantec LD-H35NSU2"
den Zusatzaward

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