Präzision Die Microsoft Sidewinder Mouse hat in Sachen Präzision dank Lasertechnologie einiges zu bieten, dies wird zum einen durch bis zu 2000 DPI ermöglicht bei laut Hersteller 7080 Frames pro Sekunde und einer maximalen Beschleunigung von 20 G, sowie einer maximalen Geschwindigkeit von 1,1 m/s (je nach Oberfläche). Wem diese Werte wichtig sind, der kann diese ja in seine Kaufentscheidung einfließen lassen.
Wir testen die Maus grundsätzlich in aktuellen Spielen wie Medal of Honor: Airborn, Battlefield 2142 oder Lost Planet und wir können eines sagen, die Maus gleitet auf jeder Oberfläche sehr leicht dahin, dies liegt nicht nur an den genannten Werten, sondern auch an den diversen beigefügten Gleitfüßen. Gleich drei unterschiedliche Materialien wurden beigefügt, welche natürlich auch aus Teflon bestehen. Getestet haben wir die Füße auf Stoff und auf Kunstoff, hier sollte jeder die für sich besten Gleitfüße wählen. Der Austausch der Füße ist übrigens kinderleicht, einfach mit den Fingern abziehen und die neuen Gleitfüße aufstecken, fertig.


Im Spiel selbst ist die Maus wie erwartet sehr gut zu gebrauchen, sie hat keine Verzögerungen und der Tastendruck wird sofort umgesetzt. Leider haben wir aber einen Punkt gefunden der die Meinungen spaltet und zwar das Mausrad. Es ist zwar aus Metall und es fühlt sich sehr gut an, aber uns war die Rasterung einfach zu grob, man hat beim scrollen jedes Raster deutlich gespürt, hier hätte man eine andere Einstellung wählen sollen, oder durch ein Feature dem User die Wahl lassen müssen. Sicher ist eine Rasterung wichtig, aber bitte nicht so hart wie hier, daher müssen wir hier auch ein paar Punkte abziehen.
Ein weiteres nettes Feature ist die Microsoft eigene Kabelführung. Hier wurde die beigefügte Box mit einem kleinen Kabelkanal versehen, in diesen kann man das Mauskabel einlegen und durch Verschließen des Deckels wird das Kabel so gehalten. Jetzt kann man das Kabel auf die gewünschte Länge ziehen, was natürlich auch bei geschlossenem Deckel möglich ist. Dies hat den Vorteil das man sein Mauskabel nicht wirr auf dem Tisch liegen hat, sondern es so zum Beispiel mit zur Tischkante und somit zum Rechner sauber geführt wird.
ErgonomieDie Ergonomie der Sidewinder Mouse (Länge=128,8 mm, Breite=75,7 mm) ist so eine Sache. Die Maus selbst ist recht groß, dies haben wir insbesondere bei den Daumentasten merken können. Bei aufgelegter Hand liegen die Daumentasten noch vor dem Daumen und das bei einer Handlänge von 165 mm. Jede Hand ist sicher anders, aber wir haben alle keine kleinen Hände und dennoch mussten wir den Daumen immer ein wenig nach vorn strecken um die Tasten zu erreichen. Hier kann man nur froh sein, dass die Daumentasten übereinander und nicht hintereinander angeordnet wurden. Hier sollte man vor dem Kauf wenn möglich prüfen ob die Maus für jemanden mit kleinen Händen geeignet ist, zum Beispiel für die Damen dieser Welt, oder für jüngere Spieler.
Insgesamt bietet die Maus aber eine sehr gute Handauflage und auch die DPI Tasten sind gut zu erreichen, natürlich auch aus dem Spiel heraus. Auch die Taste für die Makroaufnahme ist gut zu betätigen, wenn auch nicht so leicht wie die übrigen Tasten, dies ist hierbei aber auch sicher nicht nötig. Uns fehlte leider eine Taste vor dem Mausrad, denn Platz genug hätte man sicher gehabt.
Ein weiteres tolles Feature ist die Aufrüstung mit Gewichten, denn so kann man seine Maus von einem Grundgewicht von 120 Gramm auf 150 Gramm erhöhen, dies ist sicher ein Feature was einige nicht mehr missen möchten. Das Wechseln der Gewichte ist sehr einfach, denn hierzu muss nur auf der Unterseite der Knopf gedrückt werden und schon kann man den Schlitten für die Gewichte herausziehen. Dann einfach die gewünschte Anzahl an Gewichten aufstecken und den Schlitten einfach wieder in die Maus einführen.
Übrigens ist die Mausoberfläche nicht gummiert, dennoch liegt die Maus sicher und fest in der Hand und das genutzte Material fühlt sich gut und solide an.
VerarbeitungHier ist Microsoft wieder ganz stark, denn die Verarbeitung der Maus und des Zubehörs ist sehr gut und wirklich nichts wirkt billig oder klapprig. Dies liegt zum einen an den Metalltasten für die Daumentasten und das Mausrad, aber auch an den guten Kunstoffen die verarbeitet wurden. Wer sich für diese Maus entscheidet wird sicher keine Probleme mit Materialermüdung bekommen.
FazitEs wäre fast eine Punktlandung, wenn da nicht die Einschränkung mit den nicht vollständig programmierbaren Tasten wäre, denn 5 sind uns einfach zu wenig. Auch konnte uns die Rasterung des Mausrades nicht 100% überzeugen, hier hätte man eine sanftere und leisere Rasterung wählen sollen. Auch sollte man vor dem Kauf prüfen ob die Maus in die eigenen Hände passt, denn mit einer Länge von ca. 129 mm ist die Maus zwar nicht größer als andere Mäuse, aber die Daumentasten liegen auf ca. 80 mm der Mauslänge und wir mussten den Daumen immer ein wenig strecken um die Tasten zu erreichen. Aber dennoch muss man sagen, dass Microsoft mit der Sidewinder Mouse ein schönes Stück Hardware gebaut hat, denn es wurde fast alles vereint was einem Gamer wichtig ist. Eine solide und einfach zu bedienende Software, gute Materialien aus Metall und Kunststoff und in Sachen Speed und Ergonomie kann man hier bis auf die genannten Punkte sicher nichts sagen. Ein Novum ist sicher die integrierte Kabelführung in der mitgelieferten Box, in der sich übrigens auch zwei weitere Sätze Gleitfüße befinden und nicht zu vergessen die Gewichte, mit der man die Maus nach seinem Wunsch ausbalancieren kann. Wer jetzt noch ca. 60 Euro übrig hat, der bekommt für einen moderaten Preis eine gute Maus für lange Spieleabende vor dem PC.
Die Maus hat auch noch viele andere Funktionen. Die rage ist aber ob Du so viel Geld für etwas ausgeben möchtest, was Du nicht benötigst?